Miteinander leben lernen

Eine Taschenlampenaufführung der Theater AG der Grundschule Dietenhofen.

„Geschöpf der Nacht“, so lautet der Titel eines außergewöhnlichen Musicals nach einem Stück von Andreas Schmittberger, zu dem die Grundschule Dietenhofen als Veranstalter das Publikum gebeten hatte, Taschenlampen mitzubringen.

Auf die Zuschauer wartete im abgedunkelten Musiksaal eine bunte Sommerblumenwiese, die von strahlendem Sonnenlicht durchflutet wurde. Hier wohnen die Schnecke Schleimer, die Ameise Giovanni und die Biene Fine und ihren Freunden, die sich ihres Lebens erfreuen. Aber plötzlich wird ihre Idylle gestört, als ein unscheinbares Glühwürmchen Namens Luzie auftaucht und in ihre heile Welt eintritt. Mit der guten Stimmung ist es nun dahin. Die Freunde erweisen sich als überaus unfreundlich und überheblich. Sie verspotten das Glühwürmchen wegen seines Aussehens und verjagen es von ihrer schönen Sommerwiese.

Als dann der große Zauberer Victor Zackenbarsch das Sonnenlicht entführt und die Wiese nun in tiefster Dunkelheit liegt, geraten die Wiesenbewohner in große Not. Doch da naht Hilfe vom Glühwürmchen Luzie. Mit seinem Licht und natürlich auch mit Hilfe der vielen Taschenlampen der Zuschauer leuchtet es ihnen in der Dunkelheit den Weg zur Burg des Zauberers aus.

Das Musical ist eine Geschichte rund um das Thema Freundschaft und Ausgrenzung.

Die 17 Akteure sind Kinder im Alter zwischen 7 und zehn Jahren und begeisterten mit Schauspiel, Tanz und Gesang. Besonders die Solistin begeisterten die Zuhörer mit dem Vortrag ihres recht anspruchsvollen Songs.

„Mit diesem Stück haben wir uns bereits zum dritten Mal einer anspruchsvollen Thematik gestellt und dafür weit über ein halbes Jahr lang einmal in der Woche intensiv geprobt“, erläuterte die Leiterin Susanne Mrugalla. Besonders erfreulich sei, dass die Kinder, die zum großen Teil das erste Jahr in der Theater AG sind, viel Freude hatten und schon wie Profis agieren.

Beeindruckend sind die fantasievollen Kostüme und das farbenfrohe, detailliert und liebevoll gestaltete Bühnenbild, wofür die Leiterin der Theater AG sorgte.

Insgesamt eine gelungene Inszenierung, die die Zuschauer faszinierte.